Kleintierpraxis Zusamaltheim GBR

Dr. Katja von Schlippenbach

Dr. Christian Umlauf

Untere Dorfstraße 41 · 86637 Zusamaltheim

Telefon: 0 82 72 / 61 92 · Fax: 61 98

www.hundfrisst.net

 

Praxisempfehlung für die Versorgung Ihres Hundes:


  • Entwurmung: Welpen ab der 2. Lebenswoche alle 2-3 Wochen entwurmen. Ab 4 Monaten Entwurmung alle 6 Wochen bei engem Kontakt zum Besitzer oder Kontakt zu Kleinkindern (Bandwurmübertragung auf den Menschen), 12 Wochen bei wenig Kontakt.
  • Impfung schützen Ihren Hund vor Infektionskrankheiten, die wenn sie einmal ausgebrochen sind, schwer oder gar nicht zu behandeln sind (z.B.Virusinfektion) .
  • Die Impfung ist immer mit einem Gesundheitcheck (gründliche Allgemeinuntersuchung, "TÜV") des Hundes verbunden. Im Regelfall erfolgt die Impfung im Alter von
  • 5-6 Wochen: Parvovirose-Impfung (beim Züchter)
  • 8 Wochen: 5fach-Impfung (Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Influenza, Leptospirose)
  • 12 Wochen: 6fach-Impfung (5fach + Tollwut)
  • 16 Wochen: 6fach-Impfung, evtl. + erste Borreliose-Impfung (Zeckenkrankheit) je nach Gefährdung, Borreliose-Impfung nach 4 Wochen wiederholen.
  • dann einmal jährlich Wiederholungsimpfung (ggf. inkl. Borreliose)
  • Hunde, die viel und intensiv Kontakt zu anderen Hunden haben (Hundeplatz, Ausstellungen), können zusätzlich gegen bakteriellen Zwingerhusten geimpft werden.
  • Zahngesundheit: Mit 7 Monaten (Ende Zahnwechsel) Zahnkontrolle (nicht ausgefallene Schneidezähne, Einbisse in den Gaumen, Fehlstellungen). Beim erwachsenen Hund ggf. Zahnsteinprophylaxe durch speziell imprägnierte Kaustreifen oder Zähneputzen.
  • Floh- und Zeckenvorbeugung: Durch Zecken verursachte Infektionskrankheiten wie Borreliose und Hundemalaria sind auf dem Vormarsch! Alle 4 Wochen ein Spot-on anwenden (z.B. Advantix, Vectra): verträglichste Methode, da diese Präparate in der Fettschicht der Haut bleiben, also nicht die Organe erreichen und auch nicht beim Putzen aufgenommen werden. Alternativ können Tabletten oder spezielle Halsbänder angewendet werden, die den Wirkstoff direkt in die Haut einlagern. Vermeiden Sie Halsbänder, die Insektizid im Fell des Tieres verteilen und Flohsprays.
  • Kastration: Bei der Hündin vor der ersten Läufigkeit mit 5-6 Monaten oder 3 Monate nach dem ersten Läufigkeitstag, um Gesäugekrebs und Gebärmutterentzündungen im Alter vorzubeugen. Beim Rüden nur bei sexuell bedingtem Fehlverhalten (Agression gegen Rüden, Streunen wegen läufiger Hündin...).
  • Fütterung: Wählen Sie ein Futter für Junghunde der passenden Größenklasse und achten Sie darauf, dass Ihr Hund im Wachstum immer schlank bleibt. Zufütterung von Knochen, Calciumpräparaten oder anderem Futter verfälscht das Calcium-Phosphorverhältnis und sollte im Wachstum vermieden werden. Barf-Rationen sollten exakt individuell berechnet werden.
  • Knorpel- und Bindegewebsaufbau: Bei Welpen mittelgroßer und großer Rassen im Wachstum und bei älteren Hunden kann ein Glykosaminglykan-Präparat (neuseeländische Grünlipp-Muschel) zur Unterstützung des Bindegewebs- und Knorpelaufbaus verabreicht werden.
  • Sozialisierung, Alleinbleiben und Sauberkeitstraining: siehe Buch „Lassie, Rex und Co“ (Leihgabe)
  • Vorsorgeuntersuchungen im Alter: Jährliche allgemeine Untersuchung (beim Impfen), um Herzerkrankungen, Arthrosen, Zahnprobleme etc. zu erkennen. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluß über organische Probleme, die im Alter gehäuft auftreten, wie z.B. Nierenschäden, Zuckerkrankheit und Schilddrüsenunterfunktion (etwa ab dem 7. Lebensjahr, je nach Rasse).